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sekretaer biedermeier klSchreibmöbel gibt es schon seit tausenden von Jahren. Daran geschrieben wurde schon immer - von den babylonischen Keilschrifttafeln bis hin zu kunstvoll von Hand gestalteten Kirchenbüchern der Romanik. Erst durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks wandelte sich die Zeit. Geschrieben wurde natürlich weiterhin, denn der Ursprung des gedruckten Wortes ist die Schrift.

Durch den Buchdruck verbreitet sich aber auch das Bedürfnis, lesen und schreiben zu können. Durch das zunehmende Bildungsniveau entstanden besonders seit dem Barock über das Empire und das Biedermeier bis hin zum Historismus eine immer größere Zahl an wunderschönen von Hand gearbeiteten, sehr repräsentativen Schreibmöbeln. Sie zeugen von den jeweiligen Bedürfnissen und vom Wohlstand ihrer Besitzer.

Ein Beispiel stellen die meist aus massivem Nadel- oder Eichenholz gefertigten, ländlichen Sekretäre dar: oft im Oberteil als Schauvitrine gestaltet, mit Halterungen für die guten Silberlöffel und Borde für das gute Porzellan ausgestattet wurden und dann ihren Platz in der guten Stube hatten.

Dazu kommen die in Kirschbaum furnierten Biedermeiersekretäre des gehobenen Bürgertums und die reich verzierten und detailliert ausstaffierten höfischen Schreibmöbel, gefertigt in edelsten Hölzern für den Adel und die Königshäuser.

sekretaer weiss klBei Antik-Hense finden Sie eine große Kollektion dieser edlen Stücke aus den letzten drei Jahrhunderten.

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Wenn diese Möbel erzählen könnten, dann würden sie nicht nur von Liebesbriefen, Verträgen und Büchern, die auf ihn geschrieben oder gelesen worden sind, berichten. Sondern auch von Glück, Leid und auch von Zeitgeschichte, die sogar heute von manchmal in Geheimfächern entdeckt werden kann. Aber diese Geheimfächer zeigen uns auch, dass die sogenannte „gute alte Zeit" eine unsichere Zeit war.

Auch vor mir und meinen Tischlern haben manchmal Sekretäre ihre Geheimnisse preisgegeben. In einem Fall fanden wir ein Lotterielos aus der Zeit um 1790 in einem Geheimfach versteckt - vermutlich leider eine Niete da es nicht eingelöst wurde. Wir waren erstaunt zu sehen, wie lange es schon Lotterien gibt.

Eine ganz besondere Freude für meine Tischler war ein kleines Buch, das ebenfalls in einem Geheimfach zu finden war. Darin hatten sich nicht nur der Erbauer, ein Tischlermeister mit seinem Gesellen, der dieses Stück 1812 bei Berlin zum Preis von zwölf Goldmark geschaffen hat mit Preis und Lieferdatum verewigt. Sondern auch der Restaurator mit seinem Gesellen, der 1880 das Buch gefunden hatte und seine Restauration ebenfalls dort eingetragen hatte.

Welch Freude und Aufregung, als meine aus dem heute polnischen Schlesien stammenden Restauratoren das Buch nun ein drittes Mal fanden. Sie sahen, dass ein deutscher Tischlermeister mit einem polnischen Tischlergesellen diesen Sekretär vor über 200 Jahre erschaffen hatte. Und wiederum ein deutscher Tischlermeister mit seinem polnischen Gesellen das Möbel 100 Jahre später zum ersten Mal restauriert hat. Nach der dritten Restauration durch meinen Gesellen trugen wir uns ein und legten das Buch wieder in das Geheimfach, so dass sich auch in 100 Jahren wieder jemand dort eintragen kann.

sekretaer lyra klEin weiteres Ereignis wies auf ein dunkeles Kapitel unserer Geschichte hin: Ich kaufte einen Sekretär von einer Privatperson und zwei Tage später rief der Verkäufer ganz aufgeregt an: Er habe von einer alten Tante gehört, es gebe ein Geheimfach und er hätte nicht reingeschaut. Selbstverständlich erlaubte ich ihm noch einmal zu sehen ob dort nicht irgendetwas Wichtiges versteckt sei.

Das Geheimfach war so geschickt in das Innere des Möbels eingebaut, dass auch selbst wir es zunächst nicht gefunden hatten. Unser aller Aufregung war groß, aber welch auch etwas peinliche Enttäuschung für den Verkäufer: Der Inhalt des Faches war ein Parteibuch aus der dunkelsten Zeit Deutschlands. Es so schlummern sicher noch einige Schätze und Zeugen vergangener Zeiten in verborgenen Schubladen, die selbst unsere Tischler nicht finden.

So möchte ich Sie herzlich einladen, mit uns auf Entdeckungsreise durch unser Sortiment von ausgewählten Schreibsekretären zu streifen und ihren ganz persönlichen Schatz, vielleicht immer noch verborgen und von uns nicht entdeckt, zu finden. Einen Platz für den Laptop gibt es in der Regel auch, da viele Sekretäre in der Mitte des Innenlebens eine breite Aussparung haben. Als wenn die Erbauer schon weit in die Zukunft geblickt hätten...

Herzliche Grüße,
Ihr Thomas Hense

 

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