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Louis Seize-Zylinderbüro nach J.-H. Riesener, Paris um 1880

Louis Seize-Zylinderbüro nach J.-H. Riesener, Paris um 1880
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Sehr schön proportionierter und reich gestalteter Zylinderschreibtisch in höchster Qualität, in Palisander und anderen Edelhölzern, Paris um 1880. Authentisches Sammlerstück.

Diesem Sekretär diente ein Zylinderbüro („bureau à cylindre“) des königlichen Hoftischlers und Ausnahmetischlers Jean-Henri Riesener (1735-1806) als Vorlage, der am 21. Dezember 1784 für die privaten Gemächer der französischen Königin Marie-Antoniette an den Tulierenpalast ausgeliefert wurde und heute im Musée du Louvre steht (Katalognummer OA5226). Im Schloss signiert „Peck“.

Elegante Spitzbeine mit kleinen Sabots. Am Übergang der Beine zum Korpus Manschetten in Form von Akanthusblättern, reich gestaltete Schlüsselschilder in Form von Blatt- und Rankwerk, welches einem Blumenbouquet entspringt, im Zentrum eine reich gestaltete Bronzemontierung mit einer Schar musizierender, lesender und sich vergnügender Putten. Zylinderverschluss mit zentralem Medaillon umgeben von feuervergoldeten Ranken und Festons, im Medaillon befindet sich ein Arrangement aus Harfe, Flöte, Buch und Schriftrollen, eingelegt in verschiedenen Edelhölzern. Konkav zurückspringender Kopf mit fein durchbrochener Galerie, allseits feine Rautenmarketerie. Hinter dem Zylinderverschluss befindet sich ein vielteiliges Interieur, bestehend aus kleinen Schubladen mit umlaufenden Fadenintarsien und eine Arbeitsfläche in grünem Leder.

Jean-Henri Riesener wurde 1735 als Johann Heinrich Riesener in Gladbeck geboren. Um das Jahr 1755 wanderte seine Familie nach Paris aus. Er gilt als der beste Kunsttischler und Ebenist seiner Generation. Riesener wurde zum Nachfolger des Hoftischlermeisters Jean-François Oeben (1721-1763).

Riesener wurde zum Spezialisten für funktionale Möbel wie z.B. Sekretäre im Louis XV- und Louis XVI-Stil. Diese Möbel waren sowohl stilistisch meisterhaft ausgeführt, als auch von einer ungekannten technischen Raffinesse. Ab zirka 1769 bis zur französischen Revolution 1789 war Riesener der Hoflieferant des Adels und schuf eine Vielzahl erlesener Möbel. Er war der unangefochtene Meister seiner Zunft und kam zu großem Wohlstand. Sein Meisterstück das das „Bureau du Roi“, der Sekretär des Königs: Das von Oeben begonnene und von Riesener 1769 vollendete Zylinderbüro für König Ludwig XV. steht bis heute in Schloss Versailles und gilt als eines der wichtigsten Möbelstücke der französischen Geschichte.

Trotz seiner exzellenten und teils über Jahrzehnte gewachsenen Verbindungen zum Adel konnte er sich nach der Revolution 1789 mit der Revolutionsregierung arrangieren. Seine Expertise verhalf ihm zu einem Posten als Schlichter am Handelsgerichtshof; ein Arbeitskollege von ihm dort war der weltberühmte Historienmaler Jacques-Louis David. Riesener ging 1801 in den Ruhestand und verstarb 1806. In seiner Geburtsstadt Gladbeck gibt es ein Riesener-Gymnasium, eine Riesenerstraße und einen Riesener-Brunnen.

Seine Werke dienten im 19. Jahrhundert vielfach als Vorbilder und finden sich bis heute zu Höchstpreisen im internationalen Kunsthandel sowie weltweit in renommierten Kunstmuseen. (Kunsthistoriker Jens J. Reinke, M.A.)

Das Louis Seize-Zylinderbüro ist unter Erhalt der Patina vollständig restauriert worden. Die originale Lederplatte wurde ebenfalls erhalten.

Holzart: Palisander und andere Edelhölzer

Literatur:

  • Denise Ledoux-Lebard: Les Ébenistes du XIX Siècle. Paris: Éditions de l’Amateur, 1984, Seite 555f.

  • Judith Miller: Möbel. Die große Enzyklopädie, vom Barock bis zur Gegenwart. Starnberg: Dorling Kindersley, 2006



Maße:
Höhe: 74 cm Schreibfläche / 108 cm maximal
Breite: 110 cm
Tiefe: 64 cm / 94 cm mit geöffneter Schreibfläche

- Preis auf Anfrage -

 

Möbel Nr.: DL-SEK510-B
Preis: 0,00€