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Nach Jacopo Tintoretto - Wunder des hl. Markus Um 1840

Nach Jacopo Tintoretto - Wunder des hl. Markus Um 1840
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Alternativer Titel „Wunder des Sklaven“. Öl auf Leinwand. Montiert auf Holzplatte, einfach abnehmbar. Kann wie ein Gobelin aufgehängt und unten mit einer Messingstange beschwert werden. Guter originaler Zustand.

Provenienz: Ein Herrenhaus in Schleswig-Holstein.

Biographie:

Jacopo Robusti, genannt Jacopo Tintoretto (geboren 29. September 1518 in Venedig; gestorben 31. Mai 1594 ebenda), war ein italienischer Maler. Er wird heute dem Manierismus zugeordnet, den er auch selbst wesentlich mit beeinflusst hat. Sein Name Il Tintoretto („das Färberlein“) ist vom Handwerk seines Vaters abgeleitet.

Die Geschwindigkeit, mit der er malte, und die beispiellose Kühnheit seiner Pinselführung wurden von seinen Zeitgenossen bewundert und kritisiert. Für seine phänomenale Energie in der Malerei wurde er als Il Furioso bezeichnet. Seine Arbeit zeichnet sich durch seine muskulösen Figuren, dramatische Gesten und den kühnen Einsatz von Perspektive aus.

Tintoretto ging zwar um 1533 in die Lehre bei Tizian (um 1488/1490 – 1576), doch waren die beiden Männer so unterschiedlich und Tintoretto eigensinnig, so dass kein klassisches Lehrer-Schüler-Verhältnis zustande kam.

Der junge Maler Andrea Schiavone (um 1510/1515 – 1563), einige Jahre jünger als Tintoretto, war viel in seiner Gesellschaft. Tintoretto half Schiavone kostenlos mit Wandmalereien; hier und in vielen späteren Fällen arbeitete er auch kostenlos und konnte somit Aufträge erhalten. Die beiden Künstler verband eine produktive Freundschaft. Das erste Werk von Tintoretto, das für Aufsehen sorgte, war eine Porträtgruppe von ihm und seinem Bruder.

Gegen 1546 malte Tintoretto für die Kirche der Madonna dell'Orto drei seiner Hauptwerke: die Anbetung des Goldenen Kalbes, die Darstellung der Jungfrau im Tempel und das Jüngste Gericht. Er ließ sich in einem Haus an der Kirche nieder. 1548 wurde er mit vier Bildern für die Scuola di San Marco beauftragt: der Fund des Leichnams von St. Markus, Die Bergung des Leichnams, St. Markus, der einen Sarazenen vor dem Schiffbruch rettet und Wunder des Sklaven (alle drei sind in der Gallerie dell'Accademia Venedig).

Letzteres stellt die Legende von einem christlichen Sklaven dar, der als Strafe für einige Taten der Hingabe an den Evangelisten gefoltert werden sollte, aber durch das wundersame Eingreifen des letzteren gerettet wurde, der die knochenbrechenden und blendenden Werkzeuge, die kurz vor der Anwendung standen, zerschmetterte.

Zwischen 1565 und 1588, fertigte Tintoretto eine große Anzahl von Gemälden für die Wände und Decken der Scuola Grande di San Rocco.

Die Krönung von Tintorettos Leben und das letzte Bild von erheblicher Bedeutung, das er ausführte, war Paradies (ab ungefähr 1578) im Format 22,6 x 9,1 Meter, das als das größte Gemälde gilt, das je auf Leinwand gemalt wurde.

Bis zu seinem Lebensende blieb Tintoretto als Maler aktiv und verstarb 1594 in Venedig.

Werk:

Das Wunder des hl. Markus (1548) befindet sich derzeit in der Gallerie dell'Accademia in Venedig, Italien, und wurde ursprünglich für die Scuola di San Marco, eine Bruderschaft in der Stadt, in Auftrag gegeben.

Es zeigt eine Episode aus dem Leben des Heiligen Markus, dem Schutzpatron von Venedig, aus der Goldenen Legende (lateinisch: Legenda Aurea) von Jacobus da Varagine. Die Szene zeigt im oberen Teil den Heiligen, der eingreift, um einen Sklaven unverwundbar zu machen, der wegen seiner Verehrung der Reliquien eines anderen Heiligen gemartert werden soll. Alle Figuren sind in einen architektonischen Rahmen eingebunden.

Auf dem Bild sind verschiedene Einflüsse auf Tintorettos Kunst zu sehen: Während die Anatomie Michelangelo-artig ist, sind die lebendigen und intensiven Farben typisch für die venezianische Schule.

Jean-Paul Sartre analysierte das Werk Das Wunder des hl. Markus, ausführlich in seinem Artikel Saint Marc et son double. Le Séquestré de Venise.

(Kunsthistoriker Jens J. Reinke, M.A.)

 

Literatur:

  • Roland Krischel: Tintoretto: A Star was born. München: Hirmer, 2017
  • Günther Meißner, K.G. Saur Verlag (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. München, Leipzig: K.G. Saur, 1996f.

Maße:
Höhe: 230 cm
Breite: 320 cm

- Preis auf Anfrage -

 

Möbel Nr.: DL-GEM901
Preis: 0,00€