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Liebe Kunden,

wir freuen uns sehr darüber, dass wir Sie zu dem Kauf einer antiken Standuhr beglückwünschen dürfen und versichern Ihnen: dies war die richtige Entscheidung!

Jegliche Antiquität birgt geheimnisvolle Lebensgeschichten ganzer Generationen  in sich und liefert ein Spiegelbild verschiedenster Kulturen dieser Erde.

Jedes Möbelstück erzählt in seiner Einzigartigkeit seine ganz eigene Geschichte.
Schon damals haben Tischler ihr Herzblut und ihre Kunstliebe in die Schaffung dieser Möbel investiert und so auch wir, während unserer liebevollen Restauration.   

Beim Betrieb einer antiken Wand- oder Standuhr ist es wichtig, dass Sie die im folgenden aufgeführten Bedienhinweise beachten,  dann wird Ihnen Ihre antike Wand- oder Standuhr immer viel Freude bereiten.

Ihr Thomas Hense

 

Gebrauchsanweisung für Standuhren

Die von uns verkauften Wand- und Standuhren wurden grundsätzlich von unserem Spezialuhrmacher gereinigt und gewartet, d.h. defekte Lager werden ersetzt, Zapfen poliert, verbrauchte Darmseiten oder Hanfseile werden erneuert, defekte Teile werden repariert oder erneuert. Jede Uhr, die unser Haus mit Uhrmachergarantie verlässt, hat grundsätzlich einen mindestens einwöchigen Lauftest ohne Beanstandungen überstanden. Als Kunde können Sie sicher sein, dass Sie eine perfekt funktionsfähige Uhr erhalten.

Transport

Als Vorbereitung für einen Transport müssen zunächst die Gewichte ausgehängt werden. Anschließend muss das Pendel ausgehängt werden, ansonsten könnte die Pendelfeder beschädigt werden. Das Uhrwerk wird ausgebaut und gut geschützt, getrennt vom Uhrkasten transportiert. Beim Ziffernblatt ist darauf zu achten, dass die Zeiger beim Transport nach oben zeigen. Die Tonstäbe (wenn vorhanden) werden abgepolstert und fixiert, damit sie nicht brechen können.

Montage

Beim Aufstellen ist darauf zu achten, dass der Untergrund möglichst waagerecht und eben ist. Das Gehäuse muss standfest sein und darf nicht wackeln. Nun wird das Uhrwerk eingeschoben und befestigt (z.B. durch zwei kleine Schrauben). Das Uhrwerk muss absolut gerade stehen, sonst kann es sein, dass die Standuhr nicht funktioniert. Dies muss unbedingt mit einer Wasserwaage überprüft werden. Bei unebenen Untergründen muss mit Unterlegkeilen ausgeglichen werden , bis dies gewährleistet ist. Wenn das Gehäuse nicht absolut standfest ist oder aus mehreren nicht fest verbundenen Teilen besteht, muss die Standuhr zusätzlich an der Wand befestigt werden. Hierfür kann man beispielsweise einen Winkel verwenden, den man an der Oberseite und Wand verschraubt. Nun wird das Pendel in die Halterung des Vorpendels eingehängt und vorsichtig leicht senkrecht nach unten gezogen. Pendel und Pendelfeder sollen eine gerade Linie bilden. Damit wird ein Schlingern des Pendels vermieden. Nun können die Gewichte eingehängt werden. Nach dem Aufziehen kann die Uhr nun durch einen kleinen Anstoß des Pendels in Betrieb gesetzt werden. Der Pendelabfall sollte gleichmäßig sein, erkennbar am gleichmäßigen Ticken. Falls dies nicht der Fall ist, muss durch das verschieben der Ankergabel, vgl. Abb. 1, der Gang einjustiert werden. Bei unseren Uhren ist der Pendelabfall bei waagerecht aufgestelltem Gehäuse vorjustiert (hiermit ist das gleichmäßige ticken der Uhr gemeint). Nun wird die korrekte Uhrzeit eingestellt. Bitte beachten Sie, dass die Uhrzeit ausschließlich am Minutenzeiger eingestellt wird. Beim erreichen einer vollen Stunde die Uhr unbedingt vollständig schlagen lassen und erst danach mit dem Minutenzeiger die Uhrzeit weiter einstellen. Wenn dies nicht beachtet wird, kommt es zu Verklemmungen im Schlagwerk der Uhr.

Betrieb

Standuhren haben in der Regel eine Laufdauer von 8 Tagen, am besten zieht man sie einmal in der Woche an einem festgelegten Tag auf. Um Kette und Lager zu schonen, ist es empfehlenswert beim Hochziehen die Gewichte von Hand zusätzlich anzuheben und die Gewichte niemals bis zum Anschlag heraufziehen. Bitte beachten Sie, dass antike Uhren keine Präzisionsuhren sind. Alle antiken Uhren haben eine natürliche Ungenauigkeit von bis zu zehn Minuten täglich, hieran kann auch der beste Uhrmacher nichts ändern. Die Uhrzeit kann jederzeit am Minutenzeiger korrigiert werden. Aber: die die Uhrzeiger dürfen ausschließlich im Uhrzeigersinn gedreht werden, niemals gegen den Uhrzeigersinn, da es dann zu Verklemmungen kommen kann. Um die Uhr nachzujustieren, wird die Pendelmutter nur ein wenig nach oben oder unten gedreht. Hochdrehen der Pendelmutter: die Uhr geht schneller, da das Gewicht leichter wird. Herunterdrehen der Pendelmutter: die Uhr läuft langsamer. Als Faustregel gilt: pro Tag, pro Minute eine Umdrehung. Beispiel: Die Uhr geht am Tag 3 Minuten vor, dann die Pendelmutter um drei Umdrehungen nach unten drehen. Verkürzt man die Pendellänge, läuft die Uhr schneller. Verlängert man sie, läuft die Uhr langsamer. Achtung: Bei dieser Prozedur darf der Minutenzeiger nicht über die 12 gedreht werden. Tut man dies doch, muss man den Minutenzeiger bis zur nächsten Stunde weiter drehen.

Wartung

Eine Mechanische Großuhr sollte alle 10 Jahre überholt werden, d.h. zerlegt, gereinigt und neu geölt werden. Unsere Uhren werden alle mit Spezialfett behandelt. Bei Uhren mit Gewichtsantrieb müssen bei schweren Gewichten, wie z. B. bei Comtoise-Uhren die Hanfseile alle 5 Jahre erneuert werden. Nylonseile oder Darmsaiten sollten alle 6 Jahre gewechselt werden. Falls Sie weitere Fragen haben, stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Kurz gesagt sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:

  1. Die Standuhr unbedingt mit einer Wasserwaage ausloten, damit das Uhrwerk waagerecht steht.
  2. Die Uhr nur anhand des Minutenzeigers stellen, beim Überschreiten einer vollen Stunde, vollständig schlagen lassen und erst dann den Minutenzeiger weiter bewegen. Den Minutenzeiger nur im Uhrzeigersinn drehen.
  3. Die Gewichte nicht bis zum Anschlag heraufziehen, da sie ansonsten verklemmen könnten.