Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich zunächst in England die Bauform der Bodenstanduhr. Sehr schnell verbreitete sie sich über die Niederlande zunächst in Nordeuropa, insbesondere in Deutschland und Skandinavien. Dadurch, dass in dem hohen Uhrenkasten ein sehr langes Pendel und schwere Gewichte eingebaut werden konnten, erreichten diese Standuhren eine Ganggenauigkeit, die zuvor bei Uhren für Privathaushalte unerreichbar war. Die Bodenstanduhr sicherte ihrem Besitzer eine Unabhängigkeit von öffentlichen Uhren wie der Kirchturmuhr oder der Rathausuhr, ohne auf eine präzise Zeitmessung verzichten zu müssen. Die Uhrwerkstechnik entwickelte sich laufend weiter, hatte jedoch zum Ende des 18. Jahrhunderts bereits technisch ihre vorläufige Vollendung gefunden. Bodenstanduhren waren und sind gleichsam praktisch und repräsentativ, so dass sich ihre äußere Form in den jeweiligen Epochen der zeittypischen Formensprache anpasste.
Hier finden Sie antike Standuhren aus drei Jahrhunderten. Die Beschreibungen der Uhren mit Detailbildern erhalten Sie mit einem Klick auf die kleinen Vorschaubilder.
