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Eine Übersicht von Fachbegriffen aus dem Bereich der Antiken Möbel und Antiquitäten.

Wir haben Ihnen in unserem Antik-Lexikon einige Fachbegriffe erklärt, die immer wieder in den Beschreibungen von unseren antiken Möbeln auftauchen. Sollten Sie weitere Fragen zu einem Möbelstück aus unserem Antik-Katalog haben, so zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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BegriffErklärung
Sans traverse

Französischer Ausdruck für „ohne Traverse“, d.h. ohne horizontalen Verbindungssteg zwischen zwei Schubladen einer Kommode. Beliebt im Louis-Seize, um eine Kommodenfront als Ganzes zu gestalten.

Satinholz

Ein fein gemasertes, goldgelbes exotisches Hartholz für fein geschnittene Furniere. In Großbritannien war es im späten 18. Und im frühen 19. Jh. sehr geschätzt.

Säule

senkrechte, runde Stütze, bestehend aus ->Base-> Schaft->Kapitell.

Säulengliederung

Unterteilung einer Säule in Basis, Schaft und Kapitell.

Säulentisch

Ein Tisch mit runder oder eckiger Platte auf einem einzelnen Mittelpfeiler oder Baluster, häufig mit Dreifuß-Abschluss. Diese Art Tisch war im 18. Jh. in Großbritannien sehr beliebt.

Scagliola

italienisches Wort für Stuckmarmorintarsien. Einlegearbeiten aus verschiedenen, gefärbten Stuckmarmorpasten.

Schaft

langgestrecktes, mittleres Element einer Säule, welches unten von der Basis und oben vom Kapitell begrenzt wird.

Schälfurnier

Furnier wird von dem sich drehenden Stamm abgeschält. Sehr sparsame Methode, durch welche die Furnierstärke auf bis zu 0,05 mm gesenkt werden konnte.

Schaufelstuhl

typischer Stuhl aus dem Biedermeier mit schaufelförmiger oben breiter, seitlich in stilisierten Voluten endender Lehne mit mittig heruntergezogener Zunge.

Schildpatt

Ein glänzendes, durchscheinendes Material aus dem Panzer der Karettschildkröte. Schildpatt kann durch erwärmen geformt, beschnitzt und eingefärbt werden. Es wurde Einlegearbeiten, insbesondere für die Boulle-Marketerien des 17. Und 18. Jh. verwendet. Heutzutage ist Schildpatt meist ein Zelluloid-Imitat.

Schlagleiste

an der verschließbaren Seite einer Schranktür befestigte, den senkrechten Türspalt verdeckende Leiste.

Schlichten

Glätten der Holzoberfläche.

Schlitzen

herausschneiden eines Schlitzes für die Aufnahme eines Zapfens.

Schreibkommode

im späten 18. Jahrhundert aufkommende Kommodenform, deren oberste Schublade herausgezogen, mit herunterklappbarem Vorderteil als Schreibplatte dient. Später wurde anstelle der Klappschublade ein kleiner Aufbau mit schräger Schreibklappe hinzugefügt.

Schreibschrank

oder Aufsatzsekretär (Tabernakelsekretär) mit kommodenartigem oder schrankartigem Unterteil und meist giebelbekröntem Aufsatz (mit Schließfach und Schüben). Dazwischen ist ein mit kleinen Schubfächern versehenes Mittelteil eingeschoben, dessen schräger Pultdeckel als Schreibfläche heruntergeklappt werden kann. Schreibschränke entstanden im frühen 18. Jahrhundert in England und wurden im Rokoko zum meist verbreiteten Herrenmöbel in Deutschland.

Schwarzlotmalerei

oder Tuschmalerei, gebräuchliche Technik mittels Malerei weitere Verzierungen auf das Furnier aufzubringen. Diese Technik war insbesondere im Wiener und Süddeutschen Empire und Biedermeier gebräuchlich.

Segmentgiebel

halbkreisförmiger Ziergiebel.

Servante

Regalgestell (rückseitig verspiegelt) zum Aufbewahren von Dekorationsgegenständen.

Sofa

Ende des 17. Jahrhunderts (unter türkischem Einfluß) aufkommendes Sitzmöbel für bis zu 6 Personen.

Sphinx

Mischwesen der Antike in Form eines geflügelten Löwen mit Frauenkopf. Beliebtes Zierelement des Klassizismus und besonders des Empires.

Spiegelfeld

mittleres von Profilen, Bändern oder Friesen gerahmtes Feld einer Fläche.

Spitzbogen

beliebtes Bauelement der Gotik in Form von zwei winklig zusammenstoßenden Kreisbögen.

Sprenggiebel

mittig offener, geschweifter Giebel.

Stabwerk

schmale vertikale Glieder; in der Gotik gebräuchliche Untergliederung der Fenster, welche sich im Bogenfeld zum Maßwerk zusammenschließen.

Stilisierung

Vereinfachung von Naturformen oder Zierelementen.

Stilmöbel

Möbel, die zu einer späteren Zeit im Stil , d. h. mit den stilistischen Merkmalen einer früheren Epoche „in diesem Stil“ gefertigt sind.

Tablier

herabhängendes Schmuckstück in der Mitte einer Zarge, welches oftmals durch Maskarons, Kartuschen o.a. ausgeziert ist

Tabouret

niedriger Hocker des 18. Jahrhunderts mit gepolsterter Sitzfläche auf vier kurzen, durch Sprossen oder einen gekreuzten Steg verbundene Beine.

Täfelwerk

(Täfelung, Getäfel). Die Verkleinerung von Wänden und Decken mit Holztafeln.

Tangentialschnitt

auch Flader-, Brett- oder Sehnenschnitt: parallel zur Achse des Stammes laufender Schnitt, hierbei werden die Jahresringe schräg durchschnitten, da sich der Stamm nach oben verjüngt und erscheinen deshalb als geschwungene, elliptische Linien.

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