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Eine Übersicht von Fachbegriffen aus dem Bereich der Antiken Möbel und Antiquitäten.

Wir haben Ihnen in unserem Antik-Lexikon einige Fachbegriffe erklärt, die immer wieder in den Beschreibungen von unseren antiken Möbeln auftauchen. Sollten Sie weitere Fragen zu einem Möbelstück aus unserem Antik-Katalog haben, so zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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BegriffErklärung
Trommelkommode

Kommode in Form einer großen Sturmtrommel; ähnlich der Säulenkommode.

Umdruckverfahren

Übertragung eines Kupferstiches auf Papier.

Verbindungen
  • Fuge: Verbindung von zwei zusammengefügten Hölzern, bei einfachem Zusammenfügen ergibt sich eine stumpfe Fuge, zusammengeleimt eine Leimfuge, bei Dübelbefestigung, gedübelte Fuge.
  • Überfalzung: Zusammenfügung von zwei Brettern, wobei diese an der Fügestelle auf halbe Dicke abgefalzt sind.
  • Spundung: Verbindung durch Nut und Feder.
  • Feder- und Nutverbindung: im Gegensatz zur Spundung erhalten beide Bretter eine Nut, in welche eine passende Federleiste eingefügt wird.
  • Gratverbindung: zusammenfügen durch in die Gratnut eingeschobene Gratleiste, durch die das werfen des Holzes verhindert wird. Bei rechtwinkeligen Verbindungen wird das einzulassende Werkstück an den Hirnenden einseitig oder zweiseitig mit einer Gratfeder versehen und in die Gratnut des mit ihm zu verbindenden Werkstückes eingelassen.
  • Überplatten: Technik wird bei recht- und schiefwinkeligen Verbindungen angewendet. Beide Teile werden bis zur halben Dicke ausgeschnitten und dann zusammengefügt und verschraubt. Die Länge der Platten muss die doppelte Holzdicke betragen.
  • Zapfung: gabelförmige, ineinandergreifende Holzverbindung. Man unterscheidet nach Anzahl der Zapfen in einfache, doppelte und mehrteilige Zapfung.
  • Schäftung: Plattung für die Längsverbindung von Hölzern. Das Werkstück wird an den Enden bis zur halben Dicke, aber in größerer Länge ausgeschnitten.
  • Zinken: Eckverbindung von Hölzern mit mehreren Zapfen und Schlitzen. Man Unterscheidet gerade Zinkung und die haltbarere Schwalbenschwanzzinkung. Ist das Hirnholz der Zapfen vorn nicht sichtbar, so handelt es sich um Verdecktzinkung.
Versprossung

schmale Verbindungsholzleiste.

Volute

spiralförmiges, eingerolltes Ornament, oft verwendetes Schmuckmotiv.

Weichholz

in Deutschland außer Eibe alle Nadelhölzer, aber auch Birke, Pappel, Linde, Erle und Weide.

Wurzelfurniere

Messerfurnier aus Wurzelstöcken mit intensiver, schöner Maserung. Wurzelfurniere sind zerbrechlich und schwer zu bearbeiten.

Zahnschnittleiste

Zierleiste mit in Abständen aneinander gereihten, würfelförmigen Klötzchen.

Zarge

Waagerechtes Verbindungsstück zwischen Pfosten, z.B. Zargenrahmen bei Sitzmöbeln.

Ziselieren

kunstvolles Einarbeiten von in Metall mittels Ziselierhammer oder Punze.

Zopfstil

Früher eher abschätzig verwendete Bezeichnung für die deutsche Kunst zwischen 1760 und 1780 (Louis-XVI-Stil), benannt nach der damaligen Haartracht der Herren.

Zunge

Mittelholz im Rahmen der Stuhllehne oder einer Zarge, oft ornamental geschweift.

Zweites Rokoko

Frühe Stilphase des Historismus in der Zeit von ca. 1840 bis 1870/90. Neostilistische Ausprägung des Rokoko.

Zylinderbureau

(Rollbüro) Schreibtisch, welcher durch eine Jalousie oder Schubklappe in Halb- oder Viertelzylinderform verschlossen wird. Beliebt um 1750 und auch im Biedermeier. Diese Konstruktion soll von Graf Kaunitz angeregt worden sein, daher wird dieser Typ Schreibtisch auch Bureau à la Kaunitz oder kurz Kaunitz genannt.

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