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Eine Übersicht von Fachbegriffen aus dem Bereich der Antiken Möbel und Antiquitäten.

Wir haben Ihnen in unserem Antik-Lexikon einige Fachbegriffe erklärt, die immer wieder in den Beschreibungen von unseren antiken Möbeln auftauchen. Sollten Sie weitere Fragen zu einem Möbelstück aus unserem Antik-Katalog haben, so zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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BegriffErklärung
Abguss

Herstellung einer festen Form aus einer geschmolzenen Flüssigkeit, z.B. aus Messing oder Bronze.

Absperrung

Möglichkeit zur Verringerung der Rissbildung im Furnier eines Möbels durch Gegeneinanderstellen der Maserrichtung des Trägerholzes.

Ahorn

Europäisches Hartholz von blasser Färbung im 17. und 18. JH. für Marketerien verwendet. Manchmal wurde Ahorn zur Nachahmung des um vieles kostbareren Ebenholzes schwarz eingefärbt.

Akanthus

beschreibt ein Blattförmiges Ornament / Zierstück an Möbeln oder Bauwerken. Nach einer im Mittelmeerraum heimischen Pflanze, welche durch ihre schönen Blätter Bekanntheit erlangte.

Alabaster

kristalliner Gips, kann je nach Förderstelle weiß, hellgelb, rötlich, braun oder grau sein, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Marmor.

Amarant

Südamerikanisches tropisches Hartholz, seit dem 18. JH. als Furnier verwendet. Frisch gefällt ist das Holz purpurbraun, später altert es zu einem satten Dunkelbraun. Im Englischen auch unter dem Namen Purpleheart bekannt.

Ambonia

Dekoratives Hartholz mit einem farblichen Spektrum zwischen hellem Rötlichbraun und Orange, mit schattierungsreicher Holzstruktur und knotiger Maserung. Im 18. JH. und frühen 19. JH. häufig zur Furnierherstellung verwendet.

Anthemion

Die Ursprünge dieses fächerartigen, dem Blatt und der Blüte des Geißblattes nachempfundenen Ziermotivs gehen auf die griechische und römische Antike zurück. Das Ornament wurde gegen Ende des 18. JH. als fortlaufendes Motiv an klassizistischen Friesen und Randleisten verwendet.

Applikationen

angebrachte / aufgesetzte Verzierungen.

Appliken

aufgesetzte Ornamente bei Möbeln. Vgl. auch Beschläge

Arabeske

Stilisierte Ranken und Figuren, verwoben mit Blüten sowie mit Spiral- oder Flechtbändern, sind zu einem gewundenen, verschlungenen Muster arrangiert. Das Motiv stammt aus dem Nahen Osten und erfreute sich in Europa bis Anfang des 18. JH. großer Beliebtheit.

Arkade

Bogen oder Bogenreihe auf Säulen o. Pfeilern liegend.

Atlant

Gebälkträger in Form einer starken, männlichen Gestalt, das Gegenstück stellt ist die weibliche Karyatide.

Aubusson-Tapisserie

Wandteppiche und gewirkte Stoffe aus dem französischen Aubusson, das 1655 erhoben wurde. Sie waren in der Regel preiswerter als diejenigen aus der Fabrikation der königlichen Manufaktur Gobelin in Paris.

Aufdopplung

aufeinander verleimte Bretter mit gegeneinander versetztem Faserverlauf. Eventuelles Reißen und verziehen des Holzes soll so verhindert werden.

Aufsatzkommode

Kastenmöbel aus zwei übereinander gestellten Teilen, dabei können beide mit Schubladen ausgestattet oder nur der Unterbau als Kommode und der Aufsatz in Form eines Schrankes sein.

Aufsatzschreibkommode

Kastenmöbel aus zwei oder drei Teilen mit Kommoden- oder Schrankunterbau, in der Regel schräger Schreibklappe und einem verglasten oder vertäfelten Aufsatz, meist mit einem Giebel versehen.

Austernfurnier

Furnierart des 18. JH., wobei das Furnier etwa im Winkel von 45° zum Stamm geschnitten wird. Zusammengesetzt ergibt sich ein wiederkehrendes Muster aus ovalen Ringen, die den Formen von Austern ähnlich sind.

Auszugsleisten

Ein Paar waagerechte Stützen, die aus dem Korpus eines Schreibkabinetts herausgezogen werden können, wenn die Schreibfläche herunter geklappt wird.

Bakelit

Innovativer synthetischer Plastikwerkstoff, 1909 von L.H. Baekeland erfunden. Dieses ansprechende, nicht brennbare und widerstandsfähige Material war in den 20er- und 30er-Jahren des 20. JH., vor allem im Art déco, sehr beliebt.

Ballenfuß

Beliebter Abschluss an einem Cabrioleleg in Form eines abgerundeten Fußes, der auf einem flachen, runden Sockel ruht.

Baluster

seit der römischen Antike verwendete kleine, stark bauchige, kegelähnliche, untersetzte Säule, nach unten eingezogen, wird auch als Docke bezeichnet.

Balustrade

von Balustern getragenes Geländer.

Bandelwerk

verflochtenes, sich in Kurven bewegendes Bandornament, welches mit Gehängen, Laubwerk und Figuren verbunden wurde. Wurde von Jean Bérain (1640 – 1711) unter italienischen und niederländischen Einflüssen entwickelt, dieses Ornament war in Deutschland in der Zeit zwischen 1715 und 1740 stark verbreitet und konnte in Dresden schon seit 1701 an Arbeiten von J.M. Dinglinger nachgewiesen werden.

Bänder

Eingelegte Furnierstreifen; Zierstreifenband aus kontrastfarbenen Furnierhölzern, meist Schubladenfronten, Tischplatten und Paneele rahmend. Es kann mit oder gegen die Maserung des Hauptfurniers verlaufen. Beim Winkelfilet verläuft das rahmende Band im Winkel von 45° zum Hauptfurnier, es kann auch doppelt und relativ breit gesetzt sein, so dass es ein V-förmiges oder Fischgrät-Muster bildet.

Bandmarketerien

Abfolge schmaler, geometrischer Furnierteile, bandähnlich wiederkehrend.

Barock

Name für die Europäische Stilepoche des Zeitabschnittes von ca. 1600 bis ca. 1770, zum Ausdruck gebracht durch üppige, kräftige Formen. Die reiche, kurvige Linienführung Symbolisiert unter anderem das Streben nach Pracht und Repräsentation.

Base

Fußstück einer Säule oder eines Pilasters.

Basküle

Stangenschloss an Türen von Möbeln und Fenstern.

Beistelltisch

Ein kleiner Tisch, der für verschiedene Zwecke eingesetzt und von einem Zimmer ins andere getragen werden kann.

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